Prozesskostenhilfe

Im deutschen Prozeßrecht ist eine Möglichkeit verankert, eine materielle Hilfe zur Finanzierung der Prozesses aus der Staatskasse, die sog. Prozeßkostenhilfe, zu bekommen, falls

  • die Rechtsverfolgung des Antragstellers nach einer summarischen Prüfung des Gerichts Aussichten auf Erfolg hat,
  • die wirtschaftlichen Verhältnisses des Antragstellers die Finanzierung des Prozesses nicht erlauben.

Der Antrag auf Prozeßkostenhilfe hat daher eine Begründung der Rechtsverfolgung sowie eine Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Antragstellers zu enthalten. Die Gewährung der Prozeßkostenhilfe stellt daher nicht nur eine finanzielle Erleichterung für die Prozeßführung, sondern auch ein positives Zeichen für die Erfolgsaussichten des Rechtsstreits dar.

Die Prozeßkostenhilfe kann — abhängig von der wirtschaftlichen Verhältnissen des Antragstellers – auf oder ohne Raten gewährt werden. Es ist weiterhin zu berücksichtigen, daß die Prozeßkostenhilfe insbesondere die Gerichts-, Sachverständigen und eigene Anwaltsgebühren nach Maßgabe des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes abdeckt. Dagegen werden die gegnerischen Anwaltskosten durch die Prozeßkostenhilfe nicht abgedeckt.

Unser Anwaltsbüro prüft die Erfolgsaussichten eines Gerichtsverfahrens und unterstützt die Mandanten beim Stellen von Anträgen auf Gewährung der Prozeßkostenhilfe.